© Amadeu Antonio Stiftung

 

Wir über uns

Traditionelle Geschlechterrollen, Vorstellungen vom „richtigen Mann“ und das Bild der „deutschen Mutter“ prägen den modernen Rechtsextremismus. Diese Geschlechterideologie ist ein zentrales Element der vorgestellten deutschen Volksgemeinschaft, ohne sie würden rechte Gruppierungen und ihre Ideologie nicht funktionieren. Wenn Mädchen oder Jungen in die rechte Szene einsteigen, so orientieren sie sich oft an den hier vorzufindenden Geschlechterrollen. Auch wenn solche Vorstellungen innerhalb der extremen Rechten sehr deutlich erkennbar sind, lassen sie sich nicht hierauf begrenzen. Traditionelle Geschlechterbilder werden bis weit in die Mitte der Gesellschaft vertreten. Die biologistische Geschlechterideologie, die von rechten Gruppierungen vertreten wird, ist daher sehr leicht anschlussfähig und bleibt häufig unerkannt. Bisher beschäftigen sich jedoch nur wenige Projekte mit diesen Fragen oder arbeiten geschlechterreflektierend. Die Amadeu Antonio Stiftung hat deshalb eine Fachstelle zum Thema „Gender und Rechtsextremismus“ eingerichtet. Hier wird eine Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis hergestellt, Projekte gegen Rechtsextremismus finden Unterstützung, Wissenschaftler_innen und Praktiker_innen einen Ort des Austauschs und Politiker_innen können beraten werden.

Die Fachstelle ist aus dem Projekt Lola für Ludwigslust, dem heutigen Verein Lola für Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern, hervorgegangen und arbeitet eng mit ihm zusammen. Lola für Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern initiiert, fördert und unterstützt geschlechterreflektierende Projekte für demokratische Vielfalt und gegen biologistische Zuschreibungen von Männer- und Frauenrollen in Mecklenburg-Vorpommern.

Gemeinsam mit dem Arbeitskreis "Geschlechterreflektierende Rechtsextremismusprävention" hat die Fachstelle fachliche Standards für die Rechtsextremismusprävention entwickelt: Zum Positionspapier des Arbeitskeises (PDF-Dokument, 177.3 KB)

  
Flyer der Fachstelle zum Download (PDF-Dokument, 468.7 KB)

 

About Us
 
Traditional gender roles--images of the "real man" or "German mother"--shape modern right-wing extremism. This gender ideology is a central part of the imagined "deutschen Volksgemeinschaft": without it, far-right groups and ideologies would simply not function. When young people enter the far-right or neo-Nazi sphere, they often orient themselves towards or conform to its reactionary gender roles. However, though these gender roles are clearest in far-right circles, they are not limited to them. In fact, such traditional gender roles find purchase in the broadest mainstream of society. The "biological" gender ideology of right-wing groups goes therefore unnoticed. Indeed, few projects have engaged with the topic--until now. The Amadeu Antonio Foundation has opened a think tank dedicated to the topic of "Gender and Right-Wing Extremism." We hope to build a bridge between theory and praxis, create a space where scholars and activists can exchange ideas, support initiatives taking a gendered approach against right-wing extremism and advise politicians and leaders at all levels of society.
 
The Institute arose from the project Lola for Ludwigslust, currently Lola für Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern, and continues to work closely with that organization. Lola für Demokratie in Mecklenburg-Vorpommern initiates, finances and supports gender-reflective projects for democratic diversity and against biologically-deterministic gender roles in the state of Mecklenburg-Vorpommern in north-east Germany.
 
The Institute has developed a set of best practices for right-wing extremism prevention, in coordination with the Task Force on Gendered Right-Wing Extremism Prevention, which can be read here (PDF-Dokument, 84.8 KB).