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Neonazis und sexualisierte Gewalt

Die Themen sexueller Missbrauch und sexualisierte Gewalt sind emotional besetzt. Viele Menschen, insbesondere Frauen, haben Angst, Opfer sexualisierter Gewalt und Übergriffe zu werden. Eltern haben Angst, dass ihre Kinder sexuellen Missbrauch erleben. Angesichts der hohen Verbreitung der Phänomene, ist diese Angst durchaus verständlich und sollte ernst genommen werden. Worum es Neonazis und Rechtspopulist_innen geht, ist jedoch nicht die Auseinandersetzung mit diesen Ängsten. Vielmehr werden diese instrumentalisiert. Ihnen geht es nicht um den Schutz der Opfer oder Betroffenen, ebenso wenig um das Verarbeiten erlebter Gewalt. Ebenso wenig geht es ihnen darum, angemessene und rechtsstaatliche Antworten auf den Umgang mit Täter_innen zu geben. Sie verfolgen das Ziel, mit drastischen Forderungen nach Bestrafung von Tätern, mittels Selbstjustiz und mit Angst- und Stimmungsmache Zustimmung zu ihrer Ideologie zu erlangen. Sie wollen sich als Kümmerer darstellen, die handeln und vor einer vermeintlich bestehenden Gefahr schützen. Sie gehen auf Stimmenfang, indem sie ihre Ideologie und autoritäre Vorstellungen von Strafe propagieren. Die Fachstelle setzt sich mit dieser Instrumentalisierung der Themen auseinander. Broschüren und Handreichungen decken die Argumentationen, Projektionen und rassistischen Stereotypisierungen des „Fremden“ als Täter auf.

 

Weiter zur Broschüre "Instrumentalisierung des Themas sexueller Missbrauch durch Neonazis"

Weiter zur Handreichung "Das Bild des übergriffigen Fremden - wenn mit Lügen über sexualisierte Gewalt Hass geschürt wird"

 

Weitere Informationen zur Instrumentalisierung des Themas sexueller Missbrauch durch Neonazis auf dem Portal Netz gegen Nazis