27.05.2006 Neu Brandenburg © Recherche Nord

 

Hintergrund


In der Arbeit gegen Rechtsextremismus ist die Gender-Perspektive lange unbeachtet geblieben. Im öffentlichen Diskurs wird das Phänomen nach wie vor häufig als ein „männliches“ beschrieben, im Vordergrund stehen Bilder von gewaltbereiten Jungen und Männern, die einem soldatisch geprägten Bild des „Stiefelnazis“ entsprechen. Mit dieser Wahrnehmung jedoch geraten Entwicklungen innerhalb der extremen Rechten aus dem Blick, die sowohl Männer als auch Frauen betreffen. Bleiben rechtsextreme Frauen mit ihren Aktivitäten jedoch unerkannt – oder auch Männer, die dem Klischee des „rechten Mannes“ nicht entsprechen und ihre Ideologie eher unscheinbar präsentieren – so ist dies letztendlich eine Gefahr für unser demokratisches Miteinander.
 
Bevor wir klären können, warum eine genderreflektierte Perspektive für die Arbeit gegen Rechtsextremismus wichtig und unabdingbar ist, soll es auf den folgenden Seiten zunächst darum gehen, sich den verschiedenen Themenbereichen zu nähern. Kurze Erklärungen zu den Begriffen „Gender“ und „Rechtsextremismus“ sollen es ermöglichen, in einem weiteren Schritt dann beide Bereiche zusammenzudenken. 

 

Zur Begriffsklärung Gender/Rechtsextremismus

Was ist Rechtsextremismusprävention?

Warum Gender in der Rechtsextremismusprävention?