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FUMA-Fachtagung 2017: Wegschauen geht nicht

Fachtagung 2017 der FUMA-Fachstelle Gender in NRW

 

12. Mai 2017, Landschaftsverband Rheinland (LVR), Horion-Haus, Hermann-Pünder-Str. 1, Köln

 

Wegschauen geht nicht –  #Rechtsextremismus  #Geschlechter  #Prävention

Rechtsextremismus erscheint nach wie vor als „männliches Phänomen“. Damit geraten jedoch nicht nur rechtsextreme Mädchen und junge Frauen, ihre Einstellungen, Strategien, Positionen und Handlungen aus dem Blick. Vielmehr verhindern Stereotypen oft eine differenzierte Wahrnehmung von Aussagen, Verhalten und Handlungsmöglichkeiten in der pädagogischen Arbeit: In der Auseinandersetzung mit rechtsextrem orientierten Mädchen bleiben geschlechtsbezogene Motive außen vor und der Umgang mit abwertenden Äußerungen und Verhalten erfolgt nicht angemessen.

Notwendig ist außerdem, das hierarchische System der hegemonialen Männlichkeit auf das Verhältnis von Männlichkeiten untereinander und im Verhältnis zu Weiblichkeiten zu sehen. Auf einer fachlichen Basis können innovative, geschlechterreflektierende Angebote der Rechtsextremismusprävention entwickelt werden.

Unsere Fachtagung greift diese Themen auf, stellt Ergebnisse einer Praxisforschung im Feld der offenen Jugendarbeit mit Mädchen vor und diskutiert Fragen der Wahrnehmung und der Intervention im pädagogischen Alltag. 

Ziele der Fachtagung sind:

  • Einblicke in geschlechtsspezifische Äußerungsformen von Rechtsextremismus und Konsequenzen für das pädagogische Handeln
  • Erarbeitung von Handlungsmöglichkeiten und Qualitätskriterien für die pädagogische Arbeit
  • Möglichkeiten einer geschlechterreflektierten Präventionsarbeit mit Mädchen und Jungen
  • Sensibilisierung von Fachkräften

 

Einladungsflyer (PDF-Dokument, 1.1 MB)

 

Programm
9.00 Uhr Anreise und Stehcafe

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9.30 Uhr Grußworte

Klaus Nörtershäuser, LVR- Landesjugendamt Rheinland
Barbara Krüger, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen

 

9.45 Uhr Impulsvortrag

Mädchen und Frauen im modernen Rechtsextremismus - übersehen und unterschätzt. Herausforderungen für das pädagogische Handeln; Prof.in Dr.in Esther Lehnert, Alice Salomon Hochschule Berlin

 

10.05 Uhr Impulsvortrag

Diskriminieren Mädchen (anders)? Abwertende und diskriminierende Mädchen - Ergebnisse einer Praxisforschung; Enrico Glaser, Fachstelle Gender und Rechtsextremismus, Amadeu Antonio Stiftung Berlin

 
10.25 Uhr Impulsvortrag

Geschlechterreflektierende Prävention und Rechtsextremismus - Grundlagen, Bedarfe und fachliche Standards Präventionskonzepte; Prof.in Dr.in Heike Radvan, BTU Cottbus, Fachstelle Gender und Rechtsextremismus, Amadeu Antonio Stiftung Berlin


10.45 Uhr Pause


11.00 Transfergruppen: Reflexion und Fragen


11.45 Uhr Pause


12.00 Uhr Fishbowl - Diskussion und Statements


13.00 Uhr Mittagsimbiss


14.00 Uhr Workshops 1-4

Workshop 1: Ergebnisse der Praxisforschung - Diskussion und gemeinsame Erarbeitung von pädagogischen Handlungsansätzen
Workshop 2: "Mobil gegen rechts" - Rechtsextremismusprävention durch Drama Games
Workshop 3: Rollen und Funktionen von Mädchen und Frauen im modernen Rechtsextremismus/Rechtspopulismus - Einstiegs- und Ausstiegsprozesse
Workshop 4: Rechtsextremismus als Herausforderung für (sozial)pädagogische Handlungsfelder

 

16.00 Uhr Abschluss im Plenum


16.30 Uhr Ende der Veranstaltung

 

Die Fachtagung findet in Kooperation mit der Amadeu Antonio Stiftung statt.